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25.06.2019

Lärm am Arbeitsplatz – und wie man ihn vermeidet

Großraumbüro, Werkstatt oder Stahlbauhalle: In der heutigen Arbeitswelt trifft das Gehör auf eine vielfältige Geräuschkulisse. Wie es gelingen kann, verschiedene Arbeitsbereiche möglichst gehörfreundlich zu gestalten, zeigen folgende Beispiele der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM).

Das Einzelbüro für die Geschäftsführung: In einem Einzelbüro herrscht ein Schallpegel von 40 bis 50 dB(A) vor, dies entspricht etwa der Lautstärke eines Flüsterns. Hier soll es möglichst ruhig sein, denn konzentriertes Arbeiten und Nachdenken über weitreichende Entscheidungen benötigen ein störungsarmes Umfeld.

Das Großraumbüro: Der Schallpegel im Großraumbüro beträgt 50 bis 65 dB(A) – es ist dort ungefähr so laut wie bei einem angedrehten Fernseher in Zimmerlautstärke. Im Großraumbüro soll Kommunikation auf kürzestem Weg möglich sein. Wenn schnell Absprachen getroffen werden müssen, sollen das alle Betroffenen mitbekommen. Im Gegenzug müssen aber auch alle Beschäftigten die eigenen Aufgaben erledigen können.

Die Werkstatt: Ab der dort auftretenden Lärmbelastung von 80 bis 85 dB(A) wird es für das Gehör gefährlich. Dieser Schallpegel entspricht ungefähr dem Lärm einer Hauptverkehrsstraße. Nach der Arbeit mit hoher Lärmexposition sind die Ressourcen des Gehörs – genauer gesagt des Innenohrs – aufgebraucht. Bei ausreichend langer Erholungszeit für das Gehör nach der Lärmeinwirkung besteht nur ein geringes Risiko für einen lebenslangen Gehörschaden.

Die Stahlbauhalle: In dieser akustischen Umgebung mit einem Schallpegel von 85 bis 100 dB(A) entsprechend eines lauten Türenknallens ist das Gehör nicht nur durch Dauerlärm einem Risiko für eine Schädigung ausgesetzt. Schon beispielsweise ein einzelner Schlag mit einem zehn Kilo schweren Hammer auf eine Stahlplatte kann zum sofortigen und lebenslangen Gehörschaden führen. Man spricht in diesen Fällen von einem Knalltrauma.

Bei Fragen zur Lärmminderung und der rechtlichen Einordnung beraten die Präventionsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter der BGHM Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Beschäftigte der Branchen Holz und Metall. Bei Bedarf können diese auch eine Lärm-und Akustikmessung durch den Messtechnischen Dienst
der BGHM ausführen lassen.

Weitere Informationen unter www.bghm.de, Webcode 454







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