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03.06.2019

Anlagen mit Ventilatoren für aeroakustische Windkanäle

Energieeffizienz, eine optimale Straßenlage, ein angenehmes Fahrgefühl ohne störende Innen- und Außengeräusche auch bei hohen Geschwindigkeiten – all diese Kriterien hängen zu einem Großteil von der Aerodynamik eines Fahrzeugs und dem damit in Verbindung stehenden Strömungsverhalten des Fahrtwindes ab. Um zum Beispiel die Windgeräusche von PKWs möglichst präzise messen zu können, führen die Hersteller deshalb umfassende Tests durch.

„Die Genauigkeit der Messergebnisse hängt dabei entscheidend von der Prüfumgebung ab“, erklärt M.Sc. Thomas Dippold, Projektmanager bei der TLT-Turbo GmbH. „Schalldruck- und Frequenzmessungen außen und innen am Fahrzeug können nur dann richtig eingeordnet und bewertet werden, wenn die Messungen möglichst wenig von anderen Geräuschen beeinträchtigt werden.“ Konkret bedeutet dies: Der Windkanalventilator, der meist einen Durchmesser von mehreren Metern aufweist und damit die durchschnittliche Höhe eines Einfamilienhauses erreicht, muss trotz seiner enormen Größe geräuscharm arbeiten. Dippold spricht aus langjähriger Erfahrung: Er plant und projektiert seit 6 Jahren Windkanäle für die Automobilindustrie bei TLT-Turbo, das Unternehmen selbst ist bereits seit den 1930er-Jahren auf diesem Gebiet erfolgreich tätig.

Daneben arbeitet TLT-Turbo konstant daran, Gewicht und Schallemissionen der Ventilatoren zu reduzieren. Hier setzt das Zweibrücker Unternehmen zunehmend auf Materialien aus dem Leichtbau: Laufschaufeln werden aus Kohlefaserverbund-Werkstoff gefertigt, die Anströmhaube aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Auch verfügen die Laufschaufeln und Nachleitschaufeln über besondere Profile. Entscheidend sind sowohl die Anzahl der Lauf- und Nachleitschaufeln als auch die Abstände zueinander. „Eine weitere Möglichkeit, die Lautstärke von Ventilatoren einzudämmen, besteht darin, eine akustische Isolierung im gesamten Kanal sowie vor und nach dem Ventilator durchzuführen“, erklärt Dippold. „Dadurch wird die Geräuschentstehung bereits im Ansatz unterbunden, sodass auf der Messstrecke ideale Bedingungen herrschen.“

Momentan werden etwa vermehrt unterschiedliche Windkanal-Projekte für die Automobilindustrie in China sowie in den USA umgesetzt. „Da wir auf langjährige Erfahrungen und umfassendes Know-how aus zahlreichen Projekten zurückgreifen können, findet sich für jede Herausforderung auch eine Lösung“, so der Projektmanager abschließend.

Weitere Informationen unter www.tlt-turbo.com



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