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29.11.2018

Was müssen Gebäudehüllen in Zukunft leisten?

Und wie kann das Handwerk für den dringend benötigten Nachwuchs attraktiv werden? Spannende Antworten darauf gab der 21. Caparol-Werkstofftag Anfang November in Ober-Ramstadt. Mehr als 120 Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz diskutierten im Eduard-Murjahn-Saal über Visionen und neue Technologien.

Gebäudehüllen haben Einfluss auf das gesamte Wohnen und müssen deshalb viel mehr leisten als früher. Zugleich steigen die technischen Möglichkeiten. Wie Theorie und Praxis hier zusammenkommen können, war Thema der Fachtagung. Unter dem Titel „Funktionalität der Gebäudehülle: Heizung – Akustik – Umwelt – Energie – Design“ kamen Experten aus dem Handwerk und von wissenschaftlichen Institutionen zusammen, um sich über Entwicklungen und Innovationen in der Branche auszutauschen.

Einen Einblick in Schall und Akustik gaben Prof. Dr.-Ing. Holger Techen, Studiengang Architektur an der Frankfurt University of Applied Science, Robert Schwemmer, Geschäftsführer der Naporo Klima Dämmstoff GmbH mit Sitz in Österreich, und Hardy Rüdiger, Leiter Bautechnik FDT bei Caparol. Alle Drei sind sich einig: Fassaden können einiges leisten, um Straßen- oder Fluglärm zu verringern. Der promovierte Bauingenieur Holger Techen referierte zum Thema akustisch wirksame Fassaden. Städte werden immer dichter, immer mehr Menschen wohnen in immer mehr Häusern. „Gebäudehüllen wirken als Lärmverstärker.“ In Regionen wie dem Rhein-Main-Gebiet kommt zum Straßenlärm durch den Frankfurter Flughafen noch der „Lärm von oben“ hinzu. Um dem entgegenzuwirken, müsse der Reflexionspegel gesenkt werden. „Beim Thema Lärmreduzierung in Städten der Zukunft müssen Lösungen für Fassaden gefunden werden.“ Techen und sein Team testeten dahingehend verschiedene Fassaden-Module aus Kunststein, Textil, Metall oder Lamellen. Die Leitfrage: Wie müssen Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) modifiziert werden, um akustische Wirksamkeit zu erzeugen? Das Ergebnis: Es gibt nicht die eine Lösung, sondern die Wirksamkeit einzelner Maßnahmen hängt maßgeblich vom jeweiligen Standort ab. „Wenn man die richtigen Module am richtigen Standort einsetzt, kann man erhebliche lärmmindernde Effekte erzielen.“ Diese Module müssen künftig in WDVS integriert werden.

www.caparol.de



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