Verlag > Lärmbekämpfung > Aktuell
   

News

28.05.2019

Forum Flughafen und Region stellt neuen Fluglärmindex 2.0 vor

Der neue Frankfurter Fluglärmindex (FFI) 2.0 berücksichtigt unter anderem neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus der NORAH-Studie und ersetzt den seit 2009 verwendeten Index. Mit dem FFI 2.0 lässt sich bis auf kommunale Ebene berechnen, wie sich die Lärmwirkung in der Region um den Flughafen Frankfurt entwickelt. Er ist das gemeinsame Arbeitsergebnis einer interdisziplinär besetzten Expertengruppe im Forum Flughafen und Region (FFR).

Vertreter und Vertreterinnen von Fluggesellschaften, des Flughafenbetreibers und der Deutschen Flugsicherung, der betroffenen Kommunen, der Landesbehörden sowie unabhängige Wissenschaftler und Sachverständige haben in der „Arbeitsgruppe Index“ des FFR zusammengearbeitet, um den seit 2009 verwendeten Fluglärmindex zu überarbeiten. „Mit der Entwicklung des alten Frankfurter Fluglärmindex haben wir vor mehr als zehn Jahren im Rhein-Main-Gebiet Pionierarbeit geleistet“, sagt Professor Jan Wörner, Vorstand des FFR. „Der neue Index geht einen Schritt weiter – er ist noch genauer auf die Lärmwirkungen im Umfeld des Flughafens Frankfurt zugeschnitten.“ Wichtigster Anlass für die Überarbeitung waren die Ergebnisse der 2015 vorgestellten NORAH-Studie. Die Untersuchung war zwischen 2011 und 2013 unter anderem der Frage nachgegangen, wie sich Fluglärm auf die Lebens- und Schlafqualität der Bevölkerung im Rhein-Main-Gebiet auswirkt.

Neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen der NORAH-Studie nutzt der neue Index Daten zu Flugbewegungen sowie Bevölkerungszahlen aus der Region. Damit lässt sich berechnen, wo im Umfeld des Flughafens Frankfurt wie viele sogenannte vom Fluglärm „hochbelästigte“ Personen leben und wie oft es in der Nacht durch den Lärm zu zusätzlichen „Aufwachreaktionen“ bei den Anwohnern kommt. Neben seiner Aufgabe als Monitoringinstrument dient der FFI 2.0 noch einem weiteren Zweck: Er bietet die Grundlage, um zu prognostizieren, wie sich mögliche Maßnahmen des aktiven Schallschutzes auswirken würden. Dazu gehören zum Beispiel die Verlegung von Flugrouten, Veränderungen in der Nutzung der vier Frankfurter Start- und Landebahnen oder die Anhebung von Flughöhen. In diese prognostischen Berechnungen fließen zusätzliche Annahmen ein, zum Beispiel über das zukünftige Flugaufkommen oder die Anteile verschiedener Flugzeugtypen.

Weitere Informationen im Internet unter www.umwelthaus.org/fluglaermindex



IMPRESSUM  |  DATENSCHUTZ  |  © VDI Fachmedien GmbH & Co. KG 2019