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09.01.2019

Basel: Aktuelle Lärmberechnung für den EuroAirport

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat den Beurteilungsbericht zum aktuellen Lärmnachweis 2016 des EuroAirport (EAP) veröffentlicht. Die Vorsteher des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt Basel-Stadt und der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft, Regierungsrat Christoph Brutschin und Regierungsrat Thomas Weber, würdigen einerseits positiv, dass für das Betriebsjahr 2016 die maßgebenden Immissionsgrenzwerte auf Schweizer Gebiet überall eingehalten wurden. Andererseits ist es für die beiden Vorsteher nicht erfreulich, dass die Lärmbelastung in der zweiten Nachtstunde deutlich zugenommen hat. Sie unterstützen daher nachdrücklich die vom EuroAirport bereits an die Hand genommenen und die noch vorgesehenen zusätzlichen Maßnahmen für den Lärmschutz, insbesondere die vom Flughafenverwaltungsrat kürzlich beschlossenen Anstrengungen zur Aufhebung aller geplanten Starts nach 23 Uhr.

Der internationale Flughafen Basel-Mülhausen-Freiburg (Markenname seit 1987 EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg) liegt 6 km nordwestlich von Basel (Schweiz) und 20 km südöstlich von Mülhausen (Frankreich) auf den Gemarkungen der französischen Gemeinden Hésingue und Saint-Louis im Département Haut-Rhin. Weltweit einmalig wird der Flughafen von zwei Staaten gemeinsam betrieben.

Der EuroAirport ist dazu verpflichtet, im 3-Jahresrhythmus einen Lärmnachweis zu erstellen. Grundlage ist das 2013 vom Bundesrat verabschiedete Objektblatt gemäß Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL). Die Berechnungen für das Jahr 2016, welche die Fachstellen der französischen Zivilluftfahrtbehörde (DGAC) erstellt haben, wurden nun durch das BAZL überprüft. Dieses kommt zum Schluss, dass auf schweizerischem Gebiet die rechtlich maßgebenden Immissionsgrenzwerte für die Tag- und Nachtzeiten überall eingehalten wurden. Die aktuelle Lärmberechnung zeigt aber auch, dass sich in der zweiten Nachtstunde eine deutliche Zunahme der Lärmbelastung abzeichnet. Allerdings liegt die Lärmbelastung immer noch im Bereich, der vom SIL-Objektblatt sowie vom Lärmbelastungskataster 2009 vorgegeben wird.

Der EuroAirport will den Lärmschutz nach 23 Uhr weiter verstärken und so dem Bedürfnis nach Nachtruhe der Flughafenanrainerinnen und -anrainer entgegenkommen. Er beauftragt das französische Transportministerium (Zivilluftfahrtbehörde Frankreichs / DGAC), zusätzliche Lärmmaßnahmen zu prüfen, welche bis zu betrieblichen Einschränkungen nach 23 Uhr führen könnten. Alle wichtigen Flughafenpartner – im Besonderen die Gemeindevertreter, Fluggesellschaften, Anrainerinnen und Anrainer sowie die Anrainerverbände – werden aktiv in das Verfahren eingebunden. Dieses Vorgehen unterstreicht, dass die nachhaltige Entwicklung im Zentrum der Flughafenstrategie steht.

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