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05.04.2017

Lärmprävention in der Ausbildung

Lärm im Beruf ist für junge Menschen alltäglich: 78 % aller Beschäftigten im Alter von 16 bis 25 Jahren fühlen sich auf der Arbeit regelmäßig durch Lärm gestört. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage für das Präventionsprogramm „Jugend will sich-er-leben“ (JWSL) im Auftrag der Landesverbände der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Am Arbeitsplatz entsteht gehörschädigender Lärm vor allem beim Einsatz von Maschinen oder Werkzeugen. In der Umfrage gaben immerhin 38 % der 16- bis 25-Jährigen an, von Lärm aus diesen Quellen bei der Arbeit betroffen zu sein. Konsequenterweise gab ein gleich großer Anteil der Befragten an, bei der Arbeit regelmäßig oder ab und zu Gehörschutz zu tragen.

Auch Lärm, der nicht gehörschädigend ist, macht jedoch vielen jungen Beschäftigten zu schaffen. So gaben 32 % der Befragten an, durch Gespräche von Kollegen oder Kunden und Telefonate gestört zu werden. Für 21 % sind Drucker und Kopierer, Kaffeemaschinen und Kassen nervige Zeitgenossen. Immerhin 18 % klagen über die Dauerbelastung durch Hintergrundmusik oder Durchsagen, 17 % über Verkehrslärm.

So sehr sich junge Menschen am Lärm auf der Arbeit stören, so wenig achten sie auf ihr Gehör in der Freizeit. Nur eine Minderheit gibt an, bei lauter Musik oder anderen lauten Geräuschen Gehörschutz zu tragen. Die übergroße Mehrheit (89 %) dagegen schützt ihr Gehör auch in der Freizeit nie.

Die Umfrage zeigt auch, dass sich 68 % der jungen Menschen wünschen, besonders im Betrieb darüber aufgeklärt zu werden, wie Lärm vermieden und das eigene Gehör geschützt werden kann. 47 % der Befragten sehen hier auch ihre Berufsschullehrer in der Pflicht.

www.jwsl.de

 



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