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24.02.2017

Tieffrequenter Lärm in Wohngebieten

Wie können Menschen künftig besser vor tieffrequentem Lärm in ihrem Wohnumfeld geschützt werden, wie er etwa von Wärmepumpen ausgeht? Am 14. März 2017 möchte das UBA dazu in Berlin Ergebnisse und Empfehlungen aus einem Forschungsprojekt vorstellen und diskutieren.

Immer mehr Menschen werden in ihrem schutzbedürftigem Wohnumfeld mit tieffrequenten Geräuschimmissionen konfrontiert. Gründe dafür liegen in der steigenden Siedlungsdichte und dem vermehrten Einsatz dezentraler Anlagen zur Energieerzeugung wie beispielsweise Wärmepumpen, Biogasanlagen oder Heizwerken. Innerhalb von bisher erwartungsgemäß besonders ruhigen Gebieten wie Wohngebieten können tieffrequente Geräusche bereits auf sehr geringem Niveau wahrgenommen werden. Betroffene empfinden diese besonderen Geräusche häufig als erheblich belästigend und beschreiben teilweise sogar Verschlechterungen ihres Gesundheitszustandes. Trotzdem werden die gesetzlichen Lärmrichtwerte in den meisten Fällen eingehalten. Derartige Konfliktsituationen können zu langjährigen Nachbarstreitigkeiten und zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität führen.

Im öffentlichen Interesse steht aus diesem Grund das Verlangen nach einer Überprüfung der Verfahren zur Feststellung und Bewertung von tieffrequenten Geräuschen. Dadurch sollen bereits planerisch Konflikte vermieden bzw. nachträgliche Maßnahmen zur Lärmminderung ermöglicht werden. Das Umweltbundesamt hat aus diesem Grund das Forschungsvorhaben „Ermittlung und Bewertung tieffrequenter Geräusche in der Umgebung von Wohnbebauung“ (FKZ 3713 53 100) in Auftrag geben. In dem Vorhaben wurden die technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen erörtert und die wesentlichen Aspekte des Themas in einem Handlungsleitfaden zusammen gefasst. Gleichzeitig wird im Deutschen Institut für Normung e.V. (DIN) die Norm DIN 45680 „Messung und Bewertung tieffrequenter Geräuschimmissionen in der Nachbarschaft“ überarbeitet.

Im Rahmen der Veranstaltung „Tieffrequenter Lärm in Wohngebieten“ werden die Forschungsergebnisse sowie der Handlungsleitfaden vorgestellt. Weiterhin werden die Fortschritte bei der Überarbeitung der Norm DIN 45680 präsentiert. In einer Podiumsdiskussion sollen die Ergebnisse und Fragestellungen rund um die Thematik diskutiert werden.

Anmeldung: www.umweltbundesamt.de/anmeldung-veranstaltung-tieffrequenter-laerm-in

www.umweltbundesamt.de



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