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25.04.2017

Den „Vulgarius“ gegen mutwilligen Verkehrslärm

Deutschland hat ein Verkehrslärmproblem: 54 % der Bundesbürger fühlen sich durch Straßenverkehrslärm beeinträchtigt. Hinzu kommen Flug- und Schienenlärm. Milliarden werden folgerichtig in den baulichen Lärmschutz an Verkehrswegen investiert. Auf der anderen Seite wird aber auch kräftig in den Lärm investiert. Denn es gibt viele Verkehrsteilnehmer, die bereit sind, für „Sound“ Geld auszugeben, und das dazu passende Angebot der Hersteller. Das thematisieren die Vereinigten Arbeitsgemeinschaften gegen Motorradlärm e.V. und der Bund für Umwelt und Naturschutz mit seiner Aktion „Vulgarius“ zum Tag gegen den Lärm am 26. April 2017 auf www.vulgarius.de.

Das Angebot der Fahrzeugindustrie reicht vom elektronischen Sounddesign über Klappenauspuffe bis hin zu Zubehörauspuffen zwielichtiger Herkunft: Die Vereinigten Arbeitsgemeinschaften gegen Motorradlärm e.V. (VAGM) und der BUND weisen darauf hin, dass diese technischen Eingriffe die Fahrzeuge lauter machen und für zusätzliche Belästigung der Straßenanwohner sorgen. Vier krasse Beispiele haben VAGM und BUND auf der Internetseite www.vulgarius.de aufgelistet und stellen sie Besuchern zur Wahl und Abstimmung: Vom Automobilkonzern, der serienmäßige Sportfahrzeuge auf seiner privaten Teststrecke wegen der Anwohner nur noch akustisch gedimmt fahren lässt (im Straßenverkehr aber röhren die Boliden serienmäßig weiter), bis zur Motorradmarke, die sich vom Paulus zum Saulus gewandelt hat: früher mustergültig leise, heute akustisch vulgär.

www.bund.net
www.motorradlaerm.de



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