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Lärmbekämpfung - Ausgabe 4/2011

Methoden zur Einhaltung von Auslöse- und maximalen Expositionswerten zum Lärm – Teil 1

Die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV) schreibt kein genormtes Messverfahren für die Bestimmung der Lärmexposition am Arbeitsplatz vor. Darüber hinaus ist in ihr auch kein Nachweisverfahren für die Überprüfung der Dämmwirkung von Gehörschutz am Arbeitsplatz genannt. Ziel der Untersuchung war daher die Entwicklung zweckmäßiger Messverfahren für die Erfassung der Lärmexposition in der Praxis. In der Arbeit wird von Grundbegriffen und Definitionen ausgegangen, die bei der Entwicklung der Messverfahren von grundlegender Bedeutung sind. Insbesondere wird die Definition des „Arbeitsplatzes“ herausgearbeitet, weil sich die Auslösewerte und die maximal zulässigen Expositionswerte der LärmVibrationsArbSchV auf den Tages-Lärmexpositionspegel LEX,8h und den Spitzenschalldruckpegel LpC,peak des Arbeitsplatzes des Arbeitnehmers beziehen und alle aus den Überschreitungen der Auslösewerte und maximal zulässigen Expositionswerte bedingten wirtschaftlichen, medizinischen und juristischen Konsequenzen darauf basierend abgeleitet werden. Es wird eine enge Verbindung zu den akustischen Definitionen und Messgrößen hergestellt, die schematisch in den Grundbegriffen „Lärmemission“, „Lärmimmission“, „Lärmexposition“ und „Lärmdosis“ veranschaulicht werden. Anders als in der Norm DIN EN ISO 9612, die von drei verbal festgelegten Strategien ausgeht und damit spezifische Vor- und Nachteile aufweist, wird hier von einem Lösungsansatz ausgegangen, der seinen Ursprung in der Kategorisierung der Schallpegel-Zeitverläufe hat und von vier Lärmtypen I, II, III und IV ausgeht, wie sie üblicherweise an Arbeitsplätzen in der Industrie, dem Gewerbe und der Landwirtschaft vorkommen. Vier voneinander abgrenzbare Methoden zur Ermittlung der Lärmexposition werden vorgestellt und die Bestimmung der Messunsicherheit bei Schallpegelmessungen gezeigt. Neben der Entwicklung der Lärmmessverfahren werden in dieser Forschungsarbeit acht verschiedene In-Situ-Messverfahren zur Bestimmung der individuellen Dämmwirkung von Gehörschutz analysiert.

Methods to comply with the noise action values and the maximal noise exposure values Part 1

Summary In the German Regulation of Noise and Vibration Control at the Workplace (“LärmVibrationsArbSchV“) no standardized measuring method for the determination of noise exposure at the workplace is specified. Besides, no test method to check the insulating effect of hearing protectors at the workplace is given. Thus, the target of this investigation is the development of appropriate measuring methods to determine the noise exposure at the workplace in practice. This report is based on fundamental terms and definitions, which are essential for the development of measuring methods. In particular, the term “workplace” is defined, as the noise action values and exposure limit values of the „LärmVibrationsArbSchV“ refer to the daily noise exposure level LEX,8h and the peak sound pressure level LpC,peak at the workplace of an employee and all economic, medical and legal consequences will be derived from an exceeding of these values. A close connection with the acoustic definitions and measuring quantities will be made which are described by the fundament terms “noise emission”, “noise immission”, “noise exposure” and “noise dose”. Different from DIN EN ISO 9612, where three defined strategies are taken as a basis and which thus has specific advantages and disadvantages, here an approach is made which originates from a categorization of the course of the sound level and where four noise types I, II, III and IV usually occurring in industry, trade and agriculture are taken as a basis. Four methods to determine noise exposure are presented in detail and the methods to determine the measuring uncertainty of sound level measurements will be described. Apart from the development of noise measuring methods, eight different in-situ measuring methods to determine the individual insulating effect of hearing protectors will be analysed, which work partly according to the same, partly according to different principles.

Autor(en):
Schmidt, M.; Ebersold, M.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Lärmbekämpfung 4/2011, Seite 161-170
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